Geschichten sind die Würze, die Fakten lebendig machen.

 

Schon als Kind bin ich in Geschichten abgetaucht und habe darüber Zeit und Welt vergessen. Später begann ich, selbst Geschichten zu erzählen und zu schreiben – und als Unternehmer auch trockene Zahlen und Produkte in Narrative zu verwandeln. Unternehmertum war für mich immer eine kreative Arbeit.

Doch nichts hat mich so herausgefordert wie der Versuch, eine bittere Realität in eine Geschichte zu fassen: Mehr als 50 % der europäischen Wolle werden nicht genutzt. Es war vermessen, mich als Laie an dieses Thema heranzuwagen, zu glauben, man könne „einfach so“ einen Film machen. Ich habe nahezu jeden Fehler, den man machen kann, mindestens dreimal begangen. Und die Ordnung, die Film und Technik verlangen, war eine besondere Prüfung für einen kreativen Chaoten wie mich – jemand, der lange nach dem Motto lebte: Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen.

Nach fast fünf Jahren ist meine erste Dokumentation nun fertig. Die vielen Einzelteile fügen sich zusammen, das Bild wird klar. Jetzt darf die Geschichte hinaus in die Welt – und hinein in die Diskussion.

Diese Doku ist eine Einladung zum Dialog und zur Widerrede. Ein Aufruf zur Kollaboration. Und ein Versuch, Regionen, Nationen und Grenzen zu überwinden.

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